Home / The Edit News & Events Ein Lichtheiligtum: So war CENTER, die Ausstellung in einer Kirche während der 3daysofdesign News & Events Ein Lichtheiligtum: So war CENTER, die Ausstellung in einer Kirche während der 3daysofdesign Bei der letzten Ausgabe der 3daysofdesign in Kopenhagen verwandelte CENTER, die von Note (design studio) kuratierte Lichtausstellung von Vibia, die Kirche Helligaandshuset, deren Name auf Dänisch „Haus des Heiligen Geistes“ bedeutet, in die Bühne eines gemeinsamen Rituals, das durch den Dialog zwischen zeitgenössischem Licht und jahrhundertealter Architektur entstand. Ein Ort der Ruhe mitten im Trubel der Stadt – und zugleich das älteste Gebäude im Stadtzentrum.Stellen Sie sich einen Tag im Juni in Kopenhagen vor. Die Sonne wärmt bereits und kündigt den Sommer an, während die Stadt im Rhythmus der 3daysofdesign pulsiert. Die Stunden vergehen wie im Flug zwischen farbenfrohen Fassaden und gepflasterten Straßen. Mitten im Zentrum öffnen sich die Straßen und geben den Blick auf eine Backsteinkirche mit rechteckigem Grundriss und einem Schieferdach frei. Umgeben von einer Atmosphäre der Gelassenheit, die bereits erahnen lässt, was im Inneren wartet. Und dort erwartet die Besucher CENTER, die von Note (design studio) kuratierte Lichtausstellung von Vibia, die während des Festivals Momente der Ruhe, Kontemplation und Besinnung bot. In der Kirche Helligaandshuset traten die Leuchten von Vibia in einen Dialog mit dem historischen Erbe. Sie machten es nahbar und zugänglich, während dieses ihnen wiederum eine besondere Wirkung verlieh. Ihr Licht fiel auf jeden Stein, jeden Bogen und jedes Kreuzgewölbe. Das Ritual wurde zum verbindenden Element zwischen Vergangenheit und Gegenwart, denn genau das verfolgt gutes Licht: die Rituale des Alltags zu begleiten und für jede Gewohnheit, jede Situation und jede Emotion den passenden Rahmen zu schaffen. Drei Tage lang, vom 10. bis 12. Juni, wurde CENTER zu einem gemeinsamen Erlebnis des Lichts. Ein großer Tisch aus dunklem Holz im Zentrum der Installation bildete den Mittelpunkt dieses Moments der Verbindung. Er war Treffpunkt für Designer, Fachleute und Besucher, um sich auszutauschen, Ideen zu teilen oder einfach Platz zu nehmen und das Licht zu erleben. Auf dem Tisch, um ihn herum, außerhalb der Kirche und auch im Schwellenbereich – dem Übergang zwischen Innen- und Außenraum – wurden unterschiedliche, aber sich ergänzende Leuchten in einer vielschichtigen Lichtinszenierung präsentiert. Sie spiegelten die vier Forschungsbereiche wider, die wir als „Design Concepts“ bezeichnen, und damit die unterschiedlichen Ansätze, die Beziehung zwischen Licht, Raum und den Menschen, die ihn bewohnen, zu gestalten. Im Zentrum der Szene, auf dem Tisch, befanden sich jene Entwürfe, deren sensibles Licht sich durch Materialität, Form und Textur ausdrückt. Sie verkörpern das Konzept „Materiality and warm light“ und stehen für die Verbindung von Licht und Kunst. Besucher der Ausstellung konnten zwei Kollektionen entdecken, die im kommenden Herbst verfügbar sein werden: Duna, entworfen von Cecilie Manz, und Array Lineal von Umut Yamac. Die erste ist eine feine Struktur aus Washi-Papier, leicht und beinahe immateriell. Die zweite erforscht die Möglichkeiten von Fäden, um Lichtskulpturen zu schaffen. Ebenfalls vertreten war Asia von Antoni Arola, die den Archetyp des orientalischen Hauses aufgreift. An einer Seite der Installation befand sich Circus von Antoni Arola, deren elegante Schlichtheit darauf ausgelegt ist, Licht zu leiten. Unter dem Konzept „Conducting light through space“ führte sie gemeinsam mit der Kollektion Plusminus von Diez Office durch die Ausstellung. Plusminus war hinter Duna, zwischen dieser und Array Lineal, positioniert. Beide ikonischen Kollektionen, die die Entwicklung von Vibia maßgeblich geprägt haben, entspringen derselben Idee und Philosophie: einer Struktur – einer leitfähigen Stange im Fall von Circus und einem textilen Band im Fall von Plusminus –, in die unterschiedliche Leuchtentypen integriert werden können. Entwürfe, die sich in den Dienst der Kreativität stellen. An beiden Enden des großen Tisches veränderte sich die Atmosphäre im Laufe des Tages durch Leuchten, die dem Konzept „Dynamic light“ folgen. Ihr Licht passte Farbtemperatur und Intensität an das natürliche Licht an, das durch die großen Kirchenfenster einfiel. Dazu gehörten zwei Kollektionen, die demnächst in den Vibia-Katalog aufgenommen werden: Daylight von Daniel Rybakken, die den Effekt von natürlichem Licht, das durch ein Fenster fällt, nachbildet, sowie Oko von Ramos & Bassols, ein im Raum schwebender Monolith, dessen Licht mit seiner Form interagiert. Ergänzt wurde diese Lichtlandschaft durch die renommierte Kollektion Pro von Holscher Design, die den Mechanismus des Strahlers auf subtile Weise neu interpretiert. Schließlich gab es jene Kollektionen, die zeigen, wie sich Licht an unterschiedliche architektonische Kontexte anpasst und wie auch Außenräume Wärme und Atmosphäre benötigen. Dies ist die Idee hinter dem vierten Konzept „Indoor-outdoor living“, das sowohl im Innen- als auch im Außenbereich erlebbar wurde. Im Innenraum waren Africa von Francisco Gomez Paz, Alba von Palomba Serafini Associati, Mayfair Mini von Diego Fortunato und Musa von Note Design Studio zu sehen. Im Schwellenbereich, dem Übergang zwischen Innen und Außen, befand sich Closer von Ichiro Iwasaki, die später im Garten erneut erschien – gemeinsam mit Out von Víctor Carrasco. Beide traten in einen Dialog mit der umgebenden Natur und der Stadt. In einem Raum, der für Verbindung geschaffen wurde, war diese Verbindung real und beständig. Sie entstand durch spontane Besuche, aber auch durch die „Meet the Designers“-Sessions, die den Besuchern die Möglichkeit boten, die Designer hinter den Kollektionen persönlich kennenzulernen, ihre Denkweise zu verstehen und mehr über ihre kreativen Prozesse zu erfahren. Sie war von Anfang an präsent – bereits am Abend des 10. Juni bei der Eröffnungsfeier, die alle Freunde der Marke zusammenbrachte. Während dieser drei Tage, in denen Kopenhagen ganz im Zeichen des Designs stand, lud CENTER dazu ein, innezuhalten, nachzudenken und sich von Licht, seiner Textur und seiner Fähigkeit, Räume und ihre Bewohner zu verändern, umhüllen zu lassen. Eine Einladung, diese Transformation zu erleben. 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