Ein Ort, an dem Gastronomie durch Licht erlebbar wird

Der auf Gastronomie spezialisierte Verlag Montagud hat in Barcelona einen Showroom eröffnet, der als Ort der Begegnung und der Vermittlung der Genusskultur gedacht ist. Licht setzt darin eine Abfolge von Atmosphären, strukturiert den Raum und begleitet die verschiedenen Rituale, die sich dort entfalten.

Vibia The Edit - A space to share gastronomy through light
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Essen ist Kultur. Was wir zu uns nehmen, nährt nicht nur den Körper, sondern erzählt uns von der Herkunft der Zutaten, von Landschaften und von Prozessen ihrer Umwandlung. Der Verlag Montagud wurde 1906 gegründet, um genau diese intellektuelle und gemeinschaftliche Dimension sichtbar zu machen, als Verlagsarchiv jener, die das Handwerk der Gastronomie prägen. Die Gestaltung seiner Bücher – ebenso wie die der zweimal jährlich erscheinenden Zeitschrift Apicius – folgt einer kompromisslosen Präzision: Typographie, Weißraum und Bildkomposition sind bis ins Detail kuratiert. Kulinarische und verlegerische Exzellenz verschmelzen hier zu einer gemeinsamen Haltung, die nun auch räumlichen Ausdruck findet – im neuen Showroom in Barcelona. Ein Ort für Begegnungen zwischen Fachwelt und kulinarisch Interessierten, für Präsentationen, Verkostungen und ruhige Gespräche. Ein Raum, der diese Kultur weiterträgt und vertieft.

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Das Projekt stammt vom Studio Lago Interioriza, das der Verlag selbst als „eine Architektur des Zurückhaltens, ein Ort, der Wort, Begegnung und Erfahrung trägt, ohne sich in den Vordergrund zu stellen; ein Ort für jene, die bereit sind, langsam zu sehen“ beschreibt. Diese Haltung setzt sich in der Lichtplanung fort, entwickelt vom Lighting & Wellbeing Studio von Vibia. Licht wird zu einer szenischen Abfolge, die den Raum gliedert und die unterschiedlichen Nutzungen begleitet. Die Kollektion Plusminus, entworfen von Diez Office, entfaltet mit dem leitfähigen Textilband, das die flexible Integration verschiedener Leuchten ermöglicht, ihre ganze Vielseitigkeit. Ergänzend wirkt sie im Zusammenspiel mit den Tischleuchten Musa, Africa und Mayfair sowie mit der Pendelleuchte Tempo.

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Bereits beim Eintreten empfangen uns Bücher, in Regalen angeordnet, als zentrales Element des Raumes. Daneben lädt ein langer Tisch dazu ein, in ihren Seiten zu blättern. Hier definiert Plusminus gezielt die Blick- und Lichtachsen: In das durchgehende Textilband sind sowohl ein linearer Diffusor zur Beleuchtung der Tischfläche als auch gerichtete Spots integriert, die den Blick auf die Regale lenken. Auf dem Tisch selbst setzt Musa, ein Entwurf von Note Design Studio, einen intimen und durch ihren mundgeblasenen Opalglasdiffusor fein modulierten Lichtakzent. Auf einem Beistelltisch bringt Africa von Francisco Gomez Paz eine skulpturale, fokussierte und flexibel ausrichtbare Lichtqualität ins Spiel.

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Weiter im Inneren eröffnet sich ein Bereich, der durch einen metallisierten Vorhang abgetrennt ist. Hier befindet sich eine Theke für Präsentationen, dahinter eine Regalwand, die statt Büchern die kulinarischen Auszeichnungen aus der Geschichte des Verlags zeigt. Die narrative Linie setzt sich fort, und auch hier erscheint Plusminus erneut, diesmal mit halbsphärischen Leuchten in Beige, die am Textilband befestigt sind. Wieder ergänzt Africa die Szene in Form einer leichten und mobilen Lichtquelle und begleitet schließlich auch den Übergang in die Küche.

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Im Podcast-Raum „Se me antoja“ – „Mir ist nach …“ – wird das Licht bewusst gedämpft. Es schafft eine Atmosphäre der Ruhe, der Offenheit für Gespräch, Reflexion und geteilte Intimität. Abermals ist es Plusminus, die mit halbsphärischen Elementen in Beige eine subtile, diffuse Lichtstimmung erzeugt.

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Der Eventbereich ist von runden Tischen geprägt, an denen die Gastronomie erlebt und geteilt wird. Hier verstärkt das Licht den gemeinschaftlichen Charakter des Raumes: Es lenkt die Aufmerksamkeit auf das Miteinander und auf das Essen selbst. Plusminus in konischer Ausführung bündelt das Licht auf die Tischmitte, während Mayfair Mini, eine zeitgenössische Interpretation der klassischen Leuchte von Diego Fortunato, dort zum Einsatz kommt, wo zusätzliche Lichtpunkte benötigt werden. Im Bereich der „Kitchen Consult“ taucht sie erneut auf und begleitet das kulinarische Lernen mit präzisem, gerichtetem Licht auf Zweiertischen und der Bar. Parallel dazu ergänzt Mayfair Mini die raumübergreifende, diffuse Lichtstimmung von Plusminus in der Kugelversion mit Textilband in Beige. Ein Zusammenspiel, das unterschiedliche Lichtbedürfnisse innerhalb eines Raumes vereint.

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Die in einer Ecke integrierte Küche setzt mit einem gelben Farbton einen bewussten Akzent und versteht sich – wie könnte es anders sein – als das Herzstück des Ortes. Hier reduziert sich Plusminus auf die lineare Diffusor-Variante, auf das technisch Notwendige, und überlässt die Bühne dem, was zwischen den Kochstationen geschieht.

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Im Bad schließlich führt Tempo von Lievore Altherr mit ihrer subtilen Linie, harmonisch in den Raum eingefügt, den Rundgang zu einem Abschluss. Ihre ovale Form geht sanft von Transparenz in Opazität über und streut das Licht weich in den Raum. Die Ausführung in Terra Red korrespondiert mit den Kerzen und verstärkt die Atmosphäre von Ruhe und Rückzug.

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Dieser Showroom zeigt, dass ein Gericht seinen Höhepunkt erst im Teilen erreicht, im Gespräch, im gemeinsamen Erleben, im bewussten Wahrnehmen. Das Licht, ein Geflecht aus aufeinander abgestimmten Kollektionen, strukturiert den Raum und schafft zugleich visuelle Kontinuität und dadurch die passende Atmosphäre für diesen kulturellen Austausch.

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Es geht über die reine Gestaltung hinaus und wird Teil der Architektur selbst, im Dialog mit Raum, Mensch und Inhalt. Es begleitet den Tisch, hebt das Buch als Objekt hervor und feiert eine Gastronomie, die nicht in der Küche endet.

Empfohlene Produkte:
Plusminus
Musa
Africa
Mayfair
Mayfair Mini
Tempo